DER MENSCH

Nach knapp 10 Jahren Porno war es für mich an der Zeit, neue Wege zu gehen. Ich stehe nicht mehr vor der Kamera, Live-Auftritte sind passé und Filme produziere ich nur noch nach Lust und Laune. Von Los Angeles über Wien zurück ins Dorfgeschehen. Irgendwann wird geheiratet, das Haus bezogen und auch sonst sind meine privaten Pläne relativ konservativ. Raus aus dem Scheinwerferlicht, rein ins pure Leben.

Warum?

Mein Alter Ego hat seine Zeit wahrlich genossen. Doch all jene Gründe, die gegen eine weitere Ausübung dieses Berufs sprechen, wahren letztendlich ausschlaggebend dafür, Pornero an den Nagel zu hängen.

 

- Ich lege nun Wert auf meine Gesundheit (Geschlechtskrankheiten - nein danke),
- ich habe Sex mit der Person, die ich liebe (und entscheide selbst wann, wie und wo),
- und schließlich möchte ich nicht als Milf in die Filmgeschichte eingehen.

Die Pornobranche hat sich in den letzten Jahren sehr verändert. Sogar Filme zu produzieren, bedarf einer großen Motivation. Wenn man es sich denn noch leisten kann. Wie man so schön sagt: "So kann ich nicht arbeiten!" Deshalb habe ich mein zweites Standbein, das ich schon vor dem Porno ausübte, ausgeweitet. Ich betreue Webseiten wie jene von Tyra Misoux oder Annina Ucatis, vermehrt allerdings solche, die nichts mit Porno zu tun haben.  Ich bin sozusagen zur Bürostute mutiert.

Mein Ausgleich ist die Fotografie, auf die ich zur Zeit besonders Augenmerk lege. Ich fotografiere am liebsten Tiere & Kinder. Auf meinem zukünftigen Mikro-Bauernhof werden sich nicht nur Hund & Katz Gute Nacht sagen, auch das ein oder andere Nutztier darf sich auf der Wiese tummeln.

Dennoch ist Renee Pornero noch nicht gänzlich verschwunden. Ich schätze die Unterstützung meiner Fans sehr und werde weiterhin für sie da sein. Denn sie haben mich geschaffen.